Jugendländerpokal/U23 Ein Rückblick
Jugendländerpokal/U23 Ein Rückblick
und eine Erkenntnis: So viele Asse in einer Runde kann man hier spielen?
Schon gut drei intensive Tage des Trainings liegen hinter den 50 Aktiven und ihren Trainern/Betreuern als Oberschiedsrichter Ralph Heerich am 7. April ein lautes Training einstellen“ über die Anlage ruft. Nur kurze Zeit später beginnt der 2. Vorsitzende des BGC Bremen, Steffen Gefreyer, mit seiner Eröffnungsrede zum JLP/U23 2026. Ein trauriger Anlass bestimmt die ersten Momente. Mit einer Schweigeminute gedenken die Anwesenden dem vor zwei Tagen verstorbenen Ingo von dem Knesebeck.
Steffen betont die Freude des BGC Bremen, dieses Event durchführen zu dürfen und hofft, dass all die Vorarbeiten des Orgateams nun zu einer gelungenen Veranstaltung führen. Als Redner folgen ihm Max Haschenhermes aus dem Jugendvorstand des LSB, Bernd Peter vom LBSV und Alexander Breitling als DMJ Jugendsportwart. Der Eröffnungsschlag wird gleich doppelt ausgeführt. Da beide Protagonisten kein Ass erzielen, bietet Steffen ihnen einen Schnupperkurs an. Nun kommt, wo alle schon lange drauf gewartet haben, die Ziehung der Lo…, nein die Ziehung der Startreihenfolge. Zur allgemeinen Zufriedenheit macht dies Glücksfee Mia aus Magdeburg.
Danach beginnt der Run auf das kalte Buffett, wo das Küchenteam die ersten Pluspunkte erzielt. Nach reichlichem Nachschlag, sind nur noch kleine Reste abzuräumen. Locker setzt man sich bei kalten Temperaturen, aber Sonnenschein noch zu einem Klönschnack zusammen.
Am Mittwoch noch ein letzter Trainingstag. Für ein Stündchen mit dabei, der Finanzsenator Bremens, der als Redner auf der Abschlussfeier sich die ersten Kenntnisse über diesen ihm unbekannte Sport holen möchte.

Fast alle Vereine packen zur Mittagszeit ihre Bälle und den Schläger zusammen, um bei einem traditionellen Eis den Nachmittag zu verbringen.9. März 2026 – es wird ernst. Die Temperaturen sind merklich kühler und es tauchen auch einige wenige rote Ergebnisse auf dem Monitor auf. Aber das Gros der Aktiven darf grüne bis tiefgrüne und sogar zwei blaue 19er ins Handy eingeben. In Durchgang Zwei sieht es ähnlich aus. Hohe Konzentration an jeder Bahn und auch ein befreiender Schrei nach dem Ass schallt über die Anlage. Mehrere 19er bringt der vierte Durchgang. Bei den U23 Herren dürfen gleich vier Spieler dieses Ergebnis eintippen. Es standen der Hochteller, die Bodenwellen und die Mausefalle auf dem Weg zur 18 im Weg. Doch das ändert sich gleich am frühen Morgen des zweiten Spieltages. Kenny Marc Schmeckenbecher zaubert die erste fehlerfreie Runde auf die Bahnen. Als sei nun der Anfang gemacht, dürfen sich gleich zwei weitere Aktive mit Lennart Löwenstein aus Magdeburg und Marco Broggi aus Mainz über die 18 freuen.
Ein kleiner allgemeiner Stimmungsdämpfer war das Einschreiten des O-schis wegen übertriebener (?) Lautstärke!
Mit Durchgang sieben begann nun die Crashtime. Zwar führte bei den Jugendmannschaften der Bayrische Minigolfverband 1 relativ sicher und brachte den JLP Sieg mit 508 Schlägen auch ungefährdet nach Hause, aber um Platz Zwei und Drei gab es ein hartes Ringen. Der Nordrhein-Westfälische Bahnengolf Verband Team 2 setzte sich mit 531 zu 539 Schlägen gegen seinen Konkurrenten aus dem eigenen Verband Team 1 durch. Ihnen folgten die Mannschaften aus Hessen, Team 2 aus Bayern und der Minigolfsportverband Rheinland-Pfalz/Saarland.
Bei den U23 Teams freute sich Nordrhein-Westfalen auf das Siegerpodest. Mit 494 Schlägen siegte Nordrhein-Westfalen knapp vor Rheinland-Pfalz/Saarland Team 1, die sich einen harten Kampf mit ihren Kameraden der 2. Mannschaft lieferten. 504 zu 505 Schläge war hier das Ergebnis.
Und die Einzelkategorien? Absolute Topp-Ergebnisse durften hier notiert werden. Richtig! Seit zwei Tagen kam das gute, alte Protokoll wieder zu seinem Recht. Die technischen Probleme auf der Reise nach Schweden konnten nicht gelöst und somit nicht behoben werden.
Bei den Schülern siegte Niklas Kreuzer nach acht Runden mit 180 Schlägen und einem Schnitt von 22,5 Schlägen. Sein Bruder Jonas verteidigte den zweiten Rang vor Marlin Zirkenbach mit 196 zu 199 Schlägen. Sonja Knoll holte sich bei ihrem ersten Start bei einem JLP gleich die goldene Medaille (194), knapp vor Ida Wittstadt von der SG Arheilgen mit 196 Schlägen. Auf dem dritten Platz Annika Grabrucker vom OMGC Ingolstadt, dem diesjährigen Ausrichten der Jugend Deutschen.
Zwischen all der Aufreihung dieser tollen Ergebnisse auch ein Lob an die fleißige Küche, die Heike und Flo nur einmal für eine Zigarette verließen. Über all diese Tage wurden Brötchen, ein warmes Mittagessen und Kuchen angeboten.
Ein großes Danke schön geht auch an die Orga bzw. die Turnierleitung mit Steffen, Butsche und Benny. Der spontane Übergang vom Handy zu den Protokollen ging ohne Hektik von statten und klappte hervorragend.

Helga und Sarah trotzten mit dicken Decken den Temperaturen und riefen drei Tage lang die Aktiven zum Start.

Bei den weiblichen Jugendlichen spielte nicht nur Lea Eberl ein tolles Turnier. Mit ohne einer roten, aber zwei blauen Runden schaffte sie einen Schnitt von 21,8, insgesamt 174 Schlägen. Der Silberrang erspielte sich Lilly Emmerich aus dem Saarland (180) vor der Bayerin Lena Grabrucker mit 10 Schlägen mehr.
Überraschend, ja oder nein? Luis Buchwieser holte sich Gold bei den Jugendlichen mit dem zweitbesten Schnitt aller Teilnehmer*in von 20,5 und 164 Schlägen.

Gefolgt von Jan Malte Stief und 173 Versuchen. Spannend der Kampf und Platz drei. Es musste zwischen Lennart Löwenstein/Magdeburg und Tobias Wagener/Murnau gestochen werden, das Lennart an Bahn fünf, der Niere, gewann.

Nun seien zu guter Letzt auch die U23 Aktiven erwähnt.
Das beste Ergebnis des Turniers und den Siegerrang bei den jungen Erwachsenen erspielte sich Pascal Börger vom MSK Neheim-Hüsten.

157 Schläge für acht Runden auf denen er 131 !!! Asse spielte. Ihm folgten Lauro Klöckener mit 164 und Kenny Marc Schmeckenbecher mit 165 Schlägen.
Marco Broggi aus Mainz gelang das Kunststück, 39 Asse in Folge zu spielen!

Ein paar Ottos waren auch zu notieren. Vier Mal endete das Spiel nach sechs Versuchen am Hochteller, ein vorzeitiges Ende auch am Mittelhügel und an der Mausefalle! Die meisten Asse gelangen am Vulkan, am Netz und den stumpfen Kegeln.
Mit den Ergebnissen der U23 Spielerinnen endet diese Aufreihung.
Die Mainzerin Selina Krauss siegte mit 14 Schlag Vorsprung vor ihrer Konkurrentin aus Bayern Felicitas Haubrock 171 zu 185. Um nur zwei Schlag dahinter auf dem dritten Rang Elena Weber.
Eine ausgesprochen qualitative hohe Mannschafts- und Einzelmeisterschaft ging damit zu Ende.
Nun steht für den Sonnabend noch das Matchplay auf dem Programm. Mal sehen, wer sich hier auf den ersten drei Rängen platzieren kann?
Heute ist es ruhiger auf der Anlage. Fast alle Energie körperlich und mental ist in die beiden vorausgegangenen Tage geflossen. Nicht desto Trotz werden mit Ernsthaftigkeit und Ehrgeiz auch diese Runden gespielt.
Am Nachmittag freuen sich dann über ihren Matchball Titel bei den weiblichen Aktiven:
1. Lilly Emmerich 2. Lena Grabrucker 3. Lea Eberl und Sonja Knoll
Und bei den männlichen Sportlern:
1. Jan Malte Stief 2. Pascal Börger 3. Silvio Krauss und Lauro Klöckener
Am Abend folgt dann die Abschlussfeier im Saal des Zentrums „Berliner Freiheit“.
Als Ehrengäste dürfen wir wieder Bremens zweiten Bürgermeister und Finanzsenator Björn Fecker begrüßen, der es sich nicht nehmen lässt, Teile der Siegerehrung zu übernehmen. Auch unser MVBN Peter Heynen ist angereist und beide begrüßen die jungen Leute sehr herzlich und bestaunen ihre Leistungen.
Auch DMJ Sportwart Alexander Breitling spricht seine Hochachtung aus.
Der offizielle Part schließt mit der Nationalhymne.
Nach dem Essen dann große Stimmung bei den Siegerehrungen aller Kategorien. Für einige männliche Athleten war die Hallendecke zu niedrig, dass noch einmal Kniebeugen gezeigt werden mussten.
Mit Gesang und Tanz ging es dann gut gelaunt in den verlängerten Abend.
Wir vom BGC Bremen hoffen, dass es, neben der sportlichen Herausforderung, Euch bei und gefallen hat und wünschen allen eine gute Heimfahrt und weiterhin „Gut Schlag“!



